PET-CT

PositronenEmmissionsTomographie

In unserer Praxis besteht seit 2009 die Möglichkeit, PET-CT Untersuchungen durchführen zu lassen. 2019 erneuerten wir unser PET CT Gerät (GE PET-CT 64 Zeilen) und sind damit auf dem neuesten Stand der Technik, sodaß auch sehr kleine Veränderungen erfaßt werden können.

Was ist PET-CT?

PET-CT ist eines der modernsten bildgebenden Diagnoseverfahren, welches durch die Kombination von PET (PositronenEmmissionsTomographie) und CT (Computertomographie) in einem Gerät eine sehr genaue, schonende und schnelle Lokalisation von bösartigen Erkrankungen oder auch Entzündungen zulässt. Mit der PET werden hierbei Stoffwechselvorgänge im Körper dargestellt indem die Patienten je nach Fragestellung unterschiedliche radioaktiv markierte Substanzen in winzigen Mengen in eine Armvene verabreicht bekommen. Wenn dann der Stoffwechsel auffällig ist, kann durch das CT die genaue Position und Ausdehnung bestimmt werden.

Was ist vor der Untersuchung notwendig?

Terminvereinbarung (Tel.: 03834 - 80440). Überweisungsschein. Informationen über den Krankheitsverlauf z.B. vorherige Untersuchungsergebnisse sollten mitgebracht werden.
Aktueller Kreatinin- und TSH-Wert (Blutuntersuchungen der Nieren- und Schilddrüsenfunktion, die Ihr behandelnder Arzt oder wir für Sie einige Tage vorher durchführen können). Bei Fragen bzgl. eines Prostatakarzinoms ist der aktuelle PSA-Wert hilfreich.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Nach einem Vorgespräch vergeht je nach Fragestellung und eingesetzter radioaktiv markierter Substanz nach der Spritze bis zu 1 Stunde Zeit, in der sich die Substanz im Körper verteilt. In dieser „Einwirkzeit“ sollte sich der Patient möglichst ruhig und entspannt verhalten. Gelegentlich ist es erforderlich, flüssiges Kontrastmittel zu trinken. Anschließend werden PET und CT direkt hintereinander in einem Gerät durchgeführt. Der Patient befindet sich etwa 20 – 40 min. im Gerät auf einer Liege, die während der Untersuchung über eine grosse Öffnung in das Gerät fährt. Medizinisches Personal ist ständig in der Nähe und in Kontakt. Eher selten sind ergänzende spätere Aufnahmen notwendig.
Für den gesamten Untersuchungsablauf sollten etwa 2 bis 4 Stunden an Zeitbedarf eingeplant werden.

Was muss beachtet werden?

Für die Untersuchung ist eine Terminvereinbarung / Voranmeldung bis spätestens 10 Uhr des Vortages erforderlich. Für jeden Patienten muss individuell die radioaktiv markierte Substanz bestellt werden. Da die Substanz sehr teuer ist, sollte der Termin auch pünktlich wahrgenommen werden oder die Untersuchung bis spätestens 10 Uhr des Vortages abgesagt werden.
Für die meisten Untersuchungen ist es notwendig, nüchtern zu bleiben. Dann darf zuletzt 6 Stunden vor der Untersuchung gegessen werden. Bitte fragen Sie uns vorher, was bei Ihnen erforderlich ist. Wasser und ungesüsster Tee dürfen zu jedem Zeitpunkt getrunken werden.
Die letzte Chemo- oder Strahlentherapie sollte 4 - 6 Wochen her sein. Planen Sie für die Untersuchung insgesamt etwa 3 Stunden ein. Bekleiden Sie sich eher etwas zu warm und vermeiden Sie körperliche Anstrengungen vor der Untersuchung.
Bringen Sie bitte alle Voruntersuchungen in Schriftform und wenn möglich auch in digitaler Form (CD) mit.

Wer bezahlt die Untersuchung?

Als ambulante Leistung übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten nur bei sehr wenigen Erkrankungen / Fragestellungen. Manchmal ist ein individueller Kostenübernahmeantrag notwendig. Bei der Erstellung sind wir gern behilflich oder übernehmen diese gegebenenfalls. Bitte sprechen Sie uns vorher an, wenn Sie Fragen haben oder Hilfe bei der Kostenübernahme benötigen (Tel.: 03834 - 80440).
Private Krankenkassen übernehmen die Kosten in aller Regel, fragen Sie ggf. vorher Ihre Kasse.

Wann ist PET-CT sinnvoll?

Die Untersuchung kann viele, aber nicht alle Fragen beantworten. Haupteinsatzgebiet ist die Onkologie / Krebsdiagnostik z.B. bei Fragen nach Lungenkrebs, bei Malignen Lymphomen, beim Malignen Melanom, Kopf-Hals-Tumoren, Speiseröhrentumoren, Dick- und Enddarmkrebs, Bauchspeicheldrüsenkebs, Skelett- und Weichteilsarkomen, Verdacht auf einen Rückfall beim Prostatakrebs oder auch beim Schilddrüsenkarzinom nach einer Radiojoduntersuchung, bei besonderen Fragestellungen bezüglich der Lymphknoten bei Brustkrebs, Metastasen bei unbekanntem Primärtumor – sogen. CUP-Syndrom.
Weiteren Einsatz findet die Untersuchung in der Kardiologie (Unterscheidung von abgestorbenem Herzmuskelgewebe gegenüber Herzmuskelgewebe, dass z.B. einen Herzinfarkt überlebt hat), bei der Suche nach Entzündungen im Körper (z.B. bei unklaren Fieberschüben und erhöhten Entzündungsmarkern im Blut oder bei Verdacht auf entzündliche Veränderungen von Gefäßen, z.B. eine Vaskulitis) oder in der Neurologie bei bestimmten Erkrankungen des Gehirns.

Ist PET-CT gefährlich oder schädlich?

Wie oben beschrieben, ist es für die PET notwendig, radioaktiv markierte Substanzen in die Blutbahn zu geben. Die Substanzmengen sind dabei so gering, dass sie auf den Stoffwechsel keinen schädlichen Einfluss haben. Die am häufigsten eingesetzte Substanz ist ein Traubenzucker, der mit radioaktivem Fluor markiert ist. Die Radioaktivität zerfällt zum einen in diesem Fall mit einer Halbwertszeit von 108 Minuten / knapp 2 Stunden und wird zum anderen auch über den Urin ausgeschieden. Dadurch ist die Strahlenbelastung durch die PET gering: die Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin gibt an, dass diese etwa das Zwei- bis Dreifache der natürlichen jährlichen Dosis ausmacht. Außer einem sehr geringen Allergierisiko haben die Substanzen keine bisher bekannten Nebenwirkungen. Nach der Untersuchung sind in der Regel keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Es sei denn, Sie haben ein Beruhigungsmittel benötigt – dann dürfen Sie an diesem Tag nicht mehr aktiv am Strassenverkehr teilnehmen (z.B. ein Kraftfahrzeug führen).
Wenn für das CT eine Kontrastmittelgabe in eine Vene vorgesehen ist, müssen vorher eine Kontrastmittelunverträglichkeit, eine eingeschränkte Nierenfunktion und eine Überfunktion der Schilddrüse ausgeschlossen bzw. bekannt sein.
Nebenwirkungen, v.a. allergische Reaktionen auf das Röntgenkontrastmittel sind selten.